Freitag, 31. Mai 2013


Hallo meine Lieben aus der Heimat!


Kaum zu glauben, mir bleiben tatsächlich nur noch 2 Monate hier in Panama!
Mein letzter Post hatte die Überschrift "Halbzeit". Tja, das ist lange her und seit dem ist eine Menge passiert. So viel, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll und viel zu viel um alles jemals aufschreiben zu können. Es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber es ist einfach wirklich immer etwas los, aber in Gedanken seid ihr immer bei mir.

Das Wichtigste zuerst: mein 3. Gastfamilienwechsel

vor mittlerweile schon über 2 Monaten. Warum ich ein weiteres Mal wechseln musste hatte sehr viele Gründe, die ich hier nicht alle aufzählen kann und will. Ich habe mich bei meiner alten Gastfamilie nicht mehr wohlgefühlt und konnte dort einfach nicht glücklich werden, was zum größten Teil an meiner Gastmutter lag. Die Familie war, vor allem für panamenische Verhältnisse sehr reich und meine alte Gastmutter sehr streng und ernst. Von Anfang an hatte ich kein besonders gutes Verhältnis zu ihr, einfach weil sie so unglaublich anders ist. Alles muss seinen Platz haben und wehe die Schuhe stehen auch nur 2 Zentimeter zu weit rechts oder der Badbeutel steht auch nur einen Spalt offen. Das hört sich vielleicht übertrieben an, aber es war leider wirklich ganz genau so. Trotzdem hatte ich die ganze Zeit versucht, mich anzupassen, ich dachte es liegt an mir und ich übertreibe vielleicht einfach nur, ich habe wirklich versucht ihr immer alles recht zu machen, aber das war nahe zu unmöglich. Egal wie, sie fand immer etwas, das ihr nicht passte. Auf die Dauer wurde mir klar, dass ich so nicht weitermachen konnte, dass ich so nicht glücklich war und ich etwas ändern musste, damit es besser werden kann. Mit meinem Gastvater und vor allem meiner jüngeren Gastschwester, die ich wirklich in mein Herz geschlossen habe, hatte ich keine Probleme, aber niemand hatte sich jemals getraut etwas gegen die Mutter zu sagen und ich habe für mich entschlossen, etwas ändern zu müssen. Die Geschichten dazu sind lang und größtenteils ziemlich traurig, deswegen erspare ich sie euch. Ich war einfach nur noch unglücklich dort zu sein, nach der Schule wollte ich nicht mehr nach Hause kommen, weil ich mich so unwohl gefühlt habe. Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten, weil ich so fertig war, ich habe meinen Koffer gepackt und mir war klar: Egal wo hin, aber von hier muss ich weg! Also bin ich am nächsten Tag nach der Schule mit einer Freundin meine Sachen abholen, habe mich verabschiedet und ein neuer Abschnitt meines Auslandsjahres hat begonnen. Niemand kann sich vorstellen, wie befreiend dieser Schritt für mich war. Ich wusste zwar noch nicht was mich erwarten würde, doch ich war mich sicher, dass es nur besser werden konnte. Die erste Nacht konnte ich bei einem Freund übernachten, danach bin ich samt meinem ganzen Gepäck zu Johanna gegangen, wo ich letztendlich ganze 3 Wochen bleiben konnte. AFS hat es mal wieder nicht auf die Reihe bekommen, nach neuen Familien zu suchen, wie sollte es auch anders sein. Hiermit muss ich Johanna und ihrer Gastfamilie nochmal danken, dafür dass sie mich so freundlich aufgenommen haben! Ich habe wirklich keine ahnung, was ich ohne sie hätte machen sollen! DANKE FÜR ALLES! Nach 3 Wochen, die ich dort verbringen konnte, bekam ich einen Anruf von einer Familie, die natürlich nicht AFS gefunden hatte, sondern ein Freund des Cousins einer Freundin von mir. Meine jetzige Familie!!:-) Nach vielen Gesprächen, einem Besuch mit Johanna bei der Familie und Anrufen bei AFS konnte ich dann auch tatsächlich wechseln. Dieses mal hatte ich keine Angst vor dem Neuanfang, ich habe mich darauf gefreut und war gespannt was auf mich zukommen wird. Mittlerweile kann ich mit Sicherheit sagen: das war die beste Entscheidung, die ich je hätten treffen können! Ich fühle mich besser als je zuvor, ich habe meine zweite Familie gefunden und ich bin überglücklich hier sein zu dürfen! Alles, was ich in diesem Jahr erlebt und dazugelernt habe, alle Erfahrungen auf die ich eigentlich so gerne hätte verzichten können, all das hat sich gelohnt, einfach weil ich jetzt in meiner Familie bin. Es ist unglaublich wie wohl ich mich hier fühle, ich bin so froh sie wirklich MEINE Familie nennen zu dürfen, ich werde als Familienmitglied behandelt, wie die eigene Tochter und Schwester und es ist ein so schönes Gefühl zu wissen, dass man willkommen ist! Noch nie zuvor habe ich mich so wohl gefühlt, wie ich mich zur Zeit fühle, ich bin hier einfach zu Hause. Ich habe eine Mama, einen Papa und vier Geschwister, 3 Brüder von 16, 12 und 10 Jahren und eine kleine Schwester von 5 und mit allen verstehe ich mich so super gut. Sie kommen aus Brasilien und wohnen erst seit 5 Jahren in Panama, das heisst zu Hause reden sie unter sich meistens portugiesisch. Anfangs dachte ich, dass das vielleicht Probleme geben könnte, dann war ich fest davon überzeugt noch portugiesisch zu lernen, aber weil mein Spanisch einfach schon wirklich gut ist und sie mit mir sowieso immer auf spanisch reden, macht es kaum einen Unterschied und portugiesisch kann ich irgendwann ja immer noch lernen!;-) Und jetzt habe ich eben eine brasilianische-panamenische Familie, wer hat das schon?:-) Jetzt bin also ich die Mara Cabrales und wohne in den Villen des Südens, wie mein Stadtviertel übersetzt heisst. Tja, und ich bin GLÜCKLICH, wirklich glücklich und das ist das aller wichtigste! Endlich habe ich meine Familie gefunden und wirklich alles ist perfekt!



Nach 3 Monaten Ferien, Sommer, Sonne, Strand, Festen, Reisen und Nichts tun hat dann auch hier in Panama wieder die Schule angefangen. Unglaublich wie schnell doch 3 Monate vorbeigehen können, wenn man schulfrei und ein ganzes Land zu erkunden hat. Da waren doch 3 Monate fast zu kurz!;-) Die Sonne hat wirklich jeden Tag gnadenlos vom blauen wolkenlosen Himmel gestrahlt und nur selten war es unter 35 Grad! Der "Sommer", also die Trockenzeit war in vollem Gange und es hatte schon ewig nicht mehr geregnet. Ich war mitten im Hochsommer und umso unvorstellbarer war es für mich, dass in Deutschland bei Minusgraden Schnee lag, während ich am anderen Ende der Welt schon seit Ewigkeiten nur in kurzer Hose und Top rumlief. Es hat sich angefühlt wie in einem Film und das tut es manchmal immer noch. Wie ein schöner Traum und irgendwann werde ich aufwachen und mich fragen, ob das ganze überhaupt stattgefunden hat. Dann hieß es nach gefühlten Ewigkeiten wieder früh aufstehen und in meiner schicken Schuluniform in meine neue Schule. Und ich muss sagen: Ich fühl mich viel wohler als in meiner alten Schule! Sehr wahrscheinlich liegt das größtenteils daran, dass mein Spanisch mittlerweile einfach viel besser ist, ich verstehe wirklich alles und kann mich einfach verständigen, das erleichtert alles so sehr! Ich mag meine Klasse und auch wenn ich eigentlich nur eine richtige Freundin habe, weil die Panamenier eben wirklich ihre eigene Art haben und auch für die Schule wirklich sehr viel gelernt wird, ist es ok und ich habe mich damit abgefunden, in diesem Jahr nicht die besten Freunde fürs Leben zu machen, die habe ich schließlich sowieso schon zu Hause in Deutschland. Also verbringe ich die meiste Zeit in der Schule mit Schlafen oder Tagebuch Schreiben. Was für ein Leben!;-) Aber ich habe mir eben vorgenommen, meine Zeit hier zu geniessen, die Zeit, in der ich mich mal nicht um Schule und Noten kümmern muss, denn das kommt danach noch genug! Und ich bin auch nie die einzige, die im Unterricht schläft und bis jetzt wurde ich auch erst einmal von meiner Englisch Lehrerin aufgeweckt!:-D Achja, in Englisch lernen sie gerade die Konjugation von dem verb "to be". Ich bin in der Jahrgangsstufe 12 und sie haben schons eit 6 Jahren Englisch, da stellt sich doch die Frage, was sie die ganzen Jahre zuvor gelernt haben. Das kann sich wirklich niemand vorstellen, denn das alles muss man einfach selbst erlebt und gesehen haben um es verstehen zu können. Das Leben hier ist einfach anders, so unglaublich anders, in allem und es hat lange Zeit gedauert bis ich mich daran gewöhnt habe. Mittlerweile bin ich schon fast vollständig panamesisch! Naja, jetzt ja sogar ein wenig brasilianisch :-)

Was gibt es noch neues? Ach ja, ich bin 17!;-)
An meinem Geburtstag habe ich immernoch bei Johanna gewohnt und wir haben eine kleine Geburtstagsfeier in der Bar im Garten gemacht, was auch wirklich schön war. Ganz  nach panamenischer Tradition mit Geburtstagstorte im Gesicht!:-) Trotzdem ein wirklich komisches Gefühl, der erste Geburtstag ohne meine Familie in Deutschland und vor allem: schon wieder ein Jahr älter! Meine allerbesten Freunde der Welt haben mir ein Geburtstagsvideo gemacht und geschickt, unglaublich wie sehr ich mich darüebr gefreut habe, ich musste wirklich lachen und weinen gleichzeitig! Danke, ihr seid die Besten! :) Das ist der Link: Geburtstagsvideo
Es ist so schön, zu wissen dass man Freunde hat, die trotz 10000 km Entferung für einen da sind und ich vermisse sie wirklich und kann kaum erwarten meine Lieben bald wiederzusehen!

Ansonsten war ich noch viel am reisen, ich war mit Johanna in einem kleinen Bergdorf für einen Tag, wir haben die Natur angeguckt, waren im Zoo, in Thermalbädern mit Natur-Gesichtsmasken, ein Wochenende mit ihr und ihrer Familie am Strand, an dem ich auch gesurft habe (ich LIEBE es!), dann war ich mit Mina und Marie auch nochmal am Strand, wir haben in einem kleinen Dorf bei Verwandten von Marie übernachtet, dann war ich ein paar Tage war ich mit Annelies und einer Freundin von ihr in Panama City, von wo aus wir auch mit dem Boot auf eine Insel gefahren sind und wirklich schöne Tage hatten! Dann war ich ein Wochenende lang bei Annelies und meiner ersten Gastfamilie in Los Santos, um sie zu besuchen und auf die Feria, ein großes Fest dort zu gehen und es war auch wirklich schön alle nochmal wiederzusehen und vor allem auch zu sehen, dass sie froh waren, dass ich nochmal gekommen bin. Ich bin wirklich froh, dass mir meine Familie so viel erlaubt, aber ich glaube das liegt auch einfach daran, dass ich hier schon so viel selbstständig gemacht und unternommen habe und auch, weil sie einfach Vertrauen in mich haben. Reisen gehört eben auch zu einem Austauschjahr dazu, und meine Einstellung hat sich durch das Jahr so verändert.-in allem, und ich glaube das wird sich auch in Deutschland wirklich bemerkbar machen. Ich will die Welt sehen, REISEN so viel es geht, um so viele Erfahrungen wie möglich zu machen und von jedem Ort das Beste mitzunehmen!<3



Jetzt bin ich also schon über zwei Monate in meiner Familie und die Zeit vergeht wie im Flug, die Tage rasen nur so an mir vorbei. Ich mache viel mit meiner Gastfamilie, spiele mit meinen Brüdern oder meiner kleinen Schwester, mit der ich mir auch ein Zimmer teile. Meine kleine Milly ist so zuckersüß und ich liebe sie unglaublich viel! Ich liebe meine ganze Familie so sehr und mit jedem Tag den ich hier bin schließe ich sie mehr in mein Herz. Umso trauriger macht mich der Gedanke, dass ich all das in schon 2 Monaten zurücklassen muss. Ich weiß, dass es kein Abschied für immer ist, denn es ist und bleibt meine zweite Familie, mit der ich in Kontakt bleiben und die ich auch so schnell wie möglich wieder besuchen werde, aber es ist eben doch ein Abschied, der sehr schmerzen wird.

Vor ein paar Wochen sind in ganz Panama für drei Tage alle Schulen und Universitäten ausgefallen. Es hat für diese Zeit viel zu wenig geregnet und weil die Flüsse, aus denen Energie gewonnen wurde, zu niedrig waren, gab es eine kleine Energiekrise und da verhindert werden sollte, dass es letztendlich garkeinen Strom mehr gibt, wurden die Schulen und Universitäten geschlossen, um eben Energie zu sparen. Ob das wirklich ganz so logisch war ist zu bezweifeln, schließlich verbrauchen Casinos und ähnliches eindeutig mehr Strom als Schulen, aber natürlich haben sich alle über die schulfreien Tage gefreut!;-) Wahrscheinlich kann man sich das in Deustschland kaum vorstellen und als ich davon mitbekommen habe konnte selbst ich es anfangs kaum glauben. Aber das ist Panama, eine so komplett andere Welt.

Mittlerweile habe ich ausnahmsweise auch schon wieder Ferien, eigentlich nur eine Woche nach dem ersten Trimester, aber da wir Austauschschüler die Prüfungen nicht mitschreiben müssen, hatten wir die Woche davor auch schon frei! ;-) Die sind aber wirklich wahnsinnig schnell vergangen! Die ganze letzte Woche war Kristin bei mir und ich habe mich wirklich gefreut sie wieder zu sehen! Ich hab ihr Santiago gezeigt, wir haben erzählt, gelacht, zusammen deutsche Kartoffelpuffer gemacht und es waren wirklich schöne Tage. Donnerstag sind wir mit dem Bus nach Panama City gefahren, wo wir uns endlich mal den Panama-Kanal angesehen haben und in der Mall shoppen waren, nachts sind wir dann wieder zurückgefahren. Ansosten war ich vor einiger Zeit mit meiner ganzen Familie im Schwimmbad, jeden Sonntag gehen wir zu meinen Großeltern grillen und in den Pool, ich mache viel mit den anderen Austauschschülern und auch wenn ich immer noch viel deutsch hier rede, es hilft einfach wirklich wahnsinnig viel und ich bin wirklich froh, dass ich sie habe! Am Mittwoch war ich mit Mina und Maja, meiner neuen deutschen Nachbarin, die hier Freiwilligen-Dienst macht, nochmal in Panama City. Wir sind mit meienm AFS-Betreuer hingefahren, waren in der Mall, ein bisschen shoppen und essen und haben abends wieder den Bus nach Hause genommen. Hier in Panama ist das so normal, für einen Tag mal eben 4 Stunden oder länger und das auch wieder zurück zu fahren.. Darauf wäre ich in Deutschland wirklich nie gekommen und hätte stattdessen jeden der mir mit dieser Idee gekommen wäre für verrückt erklärt. Mittlerweile ist es normal für mich und ich weiß, dass ich wenn ich in Deutschland bin wieder so schnell wir möglich weg will, neue Sachen sehen, Deutschland und die Welt erkunden. Denn was sind schon ein paar Stunden im Bus oder im Zug wenn man dafür Orte kennenlernt, die man davor nicht gekannt hat!
Die Regenzeit hat hier in Panama inzwischen begonnen und auch wenn es meistens immer noch über 30 Grad heiß ist, regnet es zur Zeit fast jeden Tag, das war aber auch wirklich nötig, nach einer so langen heißen Trockenzeit! In Deutschland ist es wie ich mitbekommen habe immer noch kalt und ich glaube ich kann wirklich froh sein, hier im warmen Panama zu sein.








Achja, natürlich gibt es noch etwas ganz wichtiges neues!
Ich werde in 2 Wochen, am 16. Juni in die USA, Virginia Bach, fliegen, um meine Halbschwester die dort mit ihren drei Kindern wohnt, zu besuchen. Ich kann immer noch kaum glauben, dass es wirklich wahr ist und ich freue mich wirklich unglaublich viel darauf!! Somit sind mit diesem Jahr nicht nur mein Traum von Panama, sondern auch mein Traum von der USA und vor allem, endlich meine Schwester kennenzulernen, wahr geworden! :-) Eigentlich hatte ich ja vor, im Januar dort hinzufliegen, aber weil das dann doch nicht geklappt hat, fliege ich eben jetzt. Normalerweise hätte ich auch Schule in dieser Zeit, aber das interessiert hier sowieso niemanden! :) Es ist nur wirklich krass, wie wenig Zeit mir dann eigentlich nur noch bleibt. Wenn ich wieder aus der USA zurück komme bleiben mir nur noch 3 Wochen, bis es wieder nach Hause nach Deutschland geht, unglaublich! Aber alles hat sein Ende und ich weiß, dass ich es nicht bereuen werde meine Schwester besuchen zu gehen, ich bin wirklich gespannt wie das alles wird und freue mich so sehr darauf, das kann sich niemand vorstellen! <3

Die Zeit vergeht so oder so wie im Flug und ich realisiere immer noch nicht wirklich, dass mein Jahr schon fast zu Ende ist. Es fühlt sich wie gestern an, als ich mich mit Tränen in den Augen am Flughafen von meiner Familie verabschiedet habe und jetzt werde ich sie schon bald wiedersehen. Und auch wenn ich hier wirklich nicht weg will, weil gerade alles so perfekt ist und ich nicht will, dass das alles einfach so endet: Ich freue mich so unglaublich, meine Familie und auch meine Freunde bald wiederzusehen und in den Arm nehmen zu können! Eines der wichtigsten Dinge, die ich hier gelernt habe, ist zu schätzen, was ich habe, zu schätzen, dass ich eine Familie habe, die ich über alle liebe und die auch am anderen Welt für mich da sind. Ich weiß jetzt wie wichtig sie für mich sind und ich weiß, dass alles anders sein wird, wenn ich zurück komme! Anders im positiven Sinne. Ich bin so dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte, ich habe in diesem Jahr mehr gelernt als ich es hätte irgendwo anders tun, ich bin so viel gewachsen und einfach selbstständig geworden. Im Moment macht mir der Gedanke in zwei Monaten mein Leben in Panama hinter mir zu lassen wirklich Angst, weil dann einfach alles zu Ende sein wird. Ich bin so gespannt, was auf mich zukommt, wenn ich wieder deutschen Boden unter den Füßen haben werde und so viele Gedanken gehen wir durch den Kopf. Wer wird am Flughafen sein, wer nicht, wie wird das Wiedersehen mit meiner Familie, die ich ein ganzes Jahr nicht gesehen habe, wie wird der erste Tag, die erste Nacht in meinem eigenen Zimmer in meinem eigenen Bett, was wird verändert sein, was ist immernoch genau gleich, wie haben sich die Personen geändert mit denen ich was zu tun hatte, wer wird mich verstehen und wer nicht, wer wird sich überhaupt die Zeit nehmen und mir zuhören. Der Gedanke ist einfach seltsam nach einem Jahr plötzlich wieder in sein altes Leben zurück zu kehren. Ein Jahr, in dem ich so viel erlebt habe und in dem so wahnsinnig viel passiert ist. Aber es wird ein Abschied geben, früher oder später musste es so sein, und gleichzeitig kommt das Wiedersehen mit den Personen, die ich hier so vermisse. Ich habe hier in Panama mein zweites zu Hause und meine zweite Familie gefunden, und das werden sie auch immer bleiben!
Danke meine Familie, Danke an alle die mich die ganze Zeit unterstützt haben. Danke dass mein Traum von Panama wahr werden konnte!
Ich vermisse euch und ich freue mich euch bald wiederzusehen!

Ganz viele Grüße und 1000 Küsse vom anderen Ende der Welt <3

eure Mara


Sonntag, 17. Februar 2013

Halbzeit!

Ich kanns kaum glauben. Die Hälfte meiner Zeit hier in Panama ist schon vorbei! Schon 163 Tage bin ich hier, lebe mein zweites panamenisches Lebena. 163 Tage, in denen so viel passiert ist, so viel neues auf mich zugekommen ist und so viel, an das ich mich schon längst gewöhnt habe. Mein Leben ist hier zum Alltag geworden und wenn ich mich an die Tage erinnere, an denen ich angekommen bin und so geschockt war von allem, dann kommt es mir vor wie eine halbe Ewigkeit. So viel habe ich seit diesen Tagen dazu gelernt, so viel bin ich gewachsen. 163 Tage, in denen ich mich damit abfinden musste, meine Familie und meine Freunde so lange nicht zu sehen, in denen ich gelernt habe, das zu schätzen was ich habe. 163 Tage, in denen ich ein zweites Zuhause gefunden habe und Beziehungen zu Menschen aufgebaut habe, die mir mittlerweile so viel bedeuten. Meine Ansicht hat sich so viel geändert, in Allem und ich weiß, dass ich nicht als die Mara zurückkommen werde, als die ich gegangen bin. 163 Tage, das hört sich so viel an, vor allem, wenn du dir alles von vorne selbst aufbauen musstest. Jetzt bleiben noch genau 163 Tage, um den Rest meiner Zeit hier in meiner eigenen kleinen Welt, in meinem eigenen kleinen Paradies zu geniessen, so gut wie möglich alles auszunutzen und jede noch so kleine Erfahrung mit mir mit zu nehmen. 163 Tage, um die Natur, die Menschen, die Kultur, die Sprache, die Sonne und die Wärme in mir aufzunehmen und noch mehr zu einem Teil von mir werden zu lassen. 163 Tage fehlen, bis ich euch alle wieder in den Arm nehmen kann, 163 Tage bis ich am Flughafen ankommen werde und mein zu Hause und Deutschland so fremd für mich sein wird, wenn es wieder heißt sich neu an alles gewöhnen zu müssen. Schon morgen bin ich an dem Zeitpunkt angekommen, an dem mir noch weniger Zeit hier bleibt, als ich schon da bin, das ist so unvorstellbar. Mit jedem Tag, vergeht ein Tag meiner Zeit hier in Panama und mit jedem Tag, kommt der Tag, an dem ich zurückkommen werde, näher. Panama, mein zweites zu Hause und ich bin so glücklich, dass ich es mittlerweile wirklich so nennen kann, denn das ist das, was ich erreichen wollte. Ich bin so froh, hier zu sein, das alles miterleben zu dürfen, auch wenn es nicht immer so leicht ist wie erwartet. Ein Jahr Sommer, wer hat das schon? Ich vermisse euch alle, vermisse meine Familie und meine Freunde! Aber wie ich inzwischen selbst miterlebt habe, vergeht die Zeit wie im Flug und schon so bald habe ich euch alle wieder.
Viel Liebe aus PANAMA,
eure Mara♥

Samstag, 16. Februar 2013

Karneval in Panamá

Jetzt hab ich den Karneval hier in Panama auch schon überlebt, was ein Glück! :-) Eines der wichtigsten Feste in Panama, die verrückteste Zeit und vor allem die Zeit, in der wirklich jeder all seine Probleme vergisst und einfach nur in Feierlaune ist. Ich habe die Tage von Freitag bis Montag in Las Tablas verbracht, dort findet der größte Karneval Panamas und der drittgrößte Karneval aus ganz Latein-Amerika statt. Aus ganz Panama strömen Menschenmengen dorthin, um dort zu feiern. Und nachdem ich es selbst miterlebt habe, kann ich jetzt auch wirklich sagen: Karneval wird anders gefeiert als in Deutschland! Tagsüber finden die sogenannten 'mojaderas' statt, also "Nassmachereien", überstall stehen riesige Wassertanks, um die Menschen bei der großen Hitze mit Wasserschläuchen nass zuspritzen, es gibt laute Musik, Essen und jede Menge Bier und Alkohol. Man kann nicht durchlaufen ohne klatschnass zu werden, einige waren so schlau und sind gleich in Bikini gekommen, und ab und zu bekommt man auch mal Bier oder Seco übergeschüttet. Ein riesiges Gedränge, unzählig viele Menschen, die es kaum möglich machen, sich noch irgendwie durch die Menge zu quetschen. Alles tanzen, singen und haben gute Laune, dazwischen fahren dann verschiedene Bands und Wagen mit den Königinnen durch die Straße. Man kann sich das kaum vorstellen, wenn man es nicht selbst gesehen hat! Abends finden dann immer Openair Diskos statt, also abgezäunte Bereiche, teilweise überdacht und mit einer großen Bühne versehen. Das spanische Wort LOCURA, was soviel wie Wahnsinn, Verrücktheit bedeutet trifft das ganze wohl ganz gut! Es war verrückt!! Aber es war lustig. :) Wir hatten ein Haus von AFS zur Verfügung, in dem alle Austauschschüler kostenlos übernachten konnten und mit den anderen hat das ganze dann natürlich nochmal doppelt so viel Spaß gemacht! Wir haben uns dann mit fast 40 Leuten in einem Haus auf den Boden gequetscht, aber geschlafen haben wir sowieso nicht besonders viel. Ich habe das ganze dann 3 Nächte und 2 Tage miterlebt, danach bin ich wieder zurück nach Hause gefahren, aber es hat auch gereicht. Meine Gasteltern wollten mich zuerst überhaupt nicht dorthin lassen, weil sie meinten es wäre zu gefährlich und ich wüsste nicht, was auf mich zukommen wird. Nach langem Diskutieren durfte ich dann doch gehen und ich bin wirklich froh, dass ich die Möglichkeit hatte, das sehen und miterleben zu dürfen! Panama ohne Karneval ist eben nicht Panama!
Die Fotos sind diesmal nicht von mir, weil ich meine Kamera leider nicht mitbringen konnte, wegem dem Wasser und weil sie geklaut worden wäre. Aber besser als nichts:

Am nächsten Tag bin ich dann mit meiner Familie noch nach Ocu gegangen. Dort fand so ziemlich das selbe statt, eben nur kleiner und viel weniger Menschen, aber genauso viel Wasser.
Um 10 Uhr abends sind wir dann noch nach Montijo gefahren, 40 Minuten entfernt von Santiago, um als Abschluss des Karnevals die Krönung der Königinnen zu sehen. Hier konnte ich dann auch sogar meine Kamera mitbringen, weil diesmal ausnahmsweise kein Wasser gespritzt wurde! ;-)



Ich hoffe euch geht's trotz der Kälte allen gut und ihr vergesst mich nicht, morgen ist schon die Hälfte meiner Zeit hier rum!

In Liebe, eure Mara ♥




Freitag, 8. Februar 2013

Para todos los problemas hay una solucion


Hallo Heimat,



Heute sind es schon genau 5 Monate, die ich hier in Panama bin. Schon in ein paar
und die Zeit vergeht wie im Flug..
Tagen habe ich die Hälfte meiner Zeit hinter mir und dabei fühlt es sich doch immer noch an, als wäre ich noch am Anfang. Auf der anderen Seite habe ich hier schon so viel erlebt und mein Leben hier ist mittlerweile einfach zur Normalität geworden. Die Zeit ist so schnell vergangen und ich kann kaum glauben, dass ich schon hier angekommen bin. Der Hochsommer ist gerade in vollem Gange, das Thermometer zeigt fast jeden Tag über 30 Grad an und es regnet kaum noch. Mein Spanisch wird immer besser und es tut so gut das von anderen immer wieder gehört zu bekommen. Ich verstehe mittlerweile so gut wie alles und kann mich auch immer verständigen, das hilft natürlich total! Im Moment habe ich noch Sommerferien bis zum 25. August, danach muss ich wieder in die Schule, die ich ja wechseln musste. Meine Gastschwester ist noch auf ihrer Reise und meine Gasteltern arbeiten im Moment noch sehr viel, das heisst es war ein bisschen langweilig bei mir zu Hause.

Panama-Flagge ♥
Am 27. Januar bin ich also heimgekommen von San Blas und bin deswegen drei Tage später schon wieder weggefahren, zu Kristin nach Puerto Armuelles. Diesmal haben wir uns wirklich daran gehalten, uns öfter zu sehen und das ist auch gut so! :) Wir waren in der Stadt, haben uns Puerto Armuelles angeguckt, waren am Hafen frühstücken, am Meer uns sonnen und schwimmen und ich war das erste Mal an der Frontera in Costa Rica. Nach 3 Tagen sind wir dann mit der kleinen Schwester von Kristin zu ihrer Tante nach Bugaba gefahren, um mal etwas anderes zu sehen. Dort waren wir dann mit der Familie an einem schönen Fluss, an dem ganz viele Kinder und Jugendlichen waren, die von manchmal über 10 Meter hohen Bäumen und Stämmen ins Wasser gesprungen sind. Natürlich musste ich das dann auch machen und bin letztendlich tatsächlich von einem bestimmt 8 Meter hohem Ort in den nicht all zu tiefen Fluss gesprungen und auch wenn ich mich wirklich überwinden musste, es hat sich gelohnt! :) Danach sind wir dann noch auf die Ferria gegangen, eine Art Rummel mit Fahrgeschäften, ganz vielen kleinen Läden und Sachen zum Essen und Trinken. Am nächsten Morgen bin ich mit Kristin mit dem Bus nach David gefahren, die drittgrößte Stadt Panamas, nur eine halbe Stunde von Bugaba entfernt, um dort den Tag zu verbringen.
Mittagessen in David! :-)
Dort waren wir dann ein bißchen shoppen, haben uns die Stadt angesehen und waren Mittags in einer echten Pizzeria, was für Panama wirklich sehr selten ist und haben nein, keinen Reis, sondern tatsächlich Pasta gegessen, wo wir dann zufällig Iris und Marie, zwei andere Austauschschüler, getroffen haben!;-) Danach waren wir dann noch im Stadtpark und sind gegen Abend dann wieder zurück nach Bugaba gefahren, um dort nochmal auf die Ferria zu gehen, was wir besser gelassen hätten, aber hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer. Wir waren dann also dort, haben uns die zu verkaufenden Sachen angeschaut, erzählt und wollten uns dann etwas zu essen kaufen, als ich gemerkt habe, dass mein Geldbeutel mit meinem Geld, meiner Bankkarte und allen meinen Papieren nicht mehr in meiner Tasche ist. Ich bin sofort zurück gerannt an den Ort, an dem wir vorher waren und habe Leute gefragt ob sie etwas gesehen haben. Ein Mann meinte dann, er hätte eine andere Frau gesehen, als sie mit meinem roten Geldbeutel weggegangen ist, wusste vorher aber natürlich nicht, dass es nicht ihrer ist. Sofort bin mit Kristin sofort zur Polizeistelle gerannt, sie hat alles erzählt und Daten wurden aufgenommen. Ich war total aufgelöst, war ein richtig dummes Gefühl. Alles haben versucht, mich zu trösten und ein etwas älterer Mann hat mit mir geredet und gemeint, dass sei ihm auch schon passiert, alle seine Papiere waren weg und es gab viele Probleme. Aber er hat auch gesagt: Para todos los problemas hay una solucion. Für alle Probleme gibt es eine Lösung. Und aus jedem Problem lernt man dazu, soviel weiß ich jetzt auch schon, auch wenn ich darauf verzichtet hätte. Wir sind dann erstmal nach Hause gefahren, Kristin und ihre Mama haben mir geholfen, dass meine Bankkarte in Deutschland gesperrt wird und wir haben versucht, eine Lösung zu finden. Das größte Problem war, dass ich mein Visum und meine ganzen anderen Papiere nicht mehr hatte und somit nicht so einfach wieder nach Hause fahren konnte. An der Grenze von Chiriqui, also auf dem Weg von David nach Santiago, kontrolliert die Polizei immer die Ausweise und bei mir eben vor allem, weil ich nicht von hier bin. Zu Kristin nach Hause konnte ich auch nicht mehr, weil an der Frontera die Ausweise ebenfalls kontrolliert werden. Jetzt war ich also in Bugaba, ohne Papiere und konnte eigentlich nirgendswo mehr hin. Eigentlich hatte ich vor, am nächsten morgen zurück nach Hause zu fahren, aber da das jetzt ja schlecht ging, musste ich dann mit nach Volcan, auf das AFS-Camp von den Austauschschülern aus Chiriqui, um mit AFS zu reden, was ich jetzt machen kann. Nach vielen Gesprächen bin ich dann letztendlich gegen Abend, als das Camp zu Ende war, mit einer Betreuerin nach David gefahren, um dort auf das Immigrations-Office zu gehen. Die meinten dann, dass sie nichts machen könnten, ohne irgendetwas, das mich ausweist. Dumm nur, dass ich ja wirklich nichts mehr hatte, weil alles geklaut wurde. Nachdem wir AFS angeruft haben und die gemeint haben, sie könnten mir am nächsten Morgen  eine Kopie von meinem Ausweis schicken, konnte ich dann zum Glück bei der Betreuerin in Boquete übernachten. Die war auch wirklich total lieb, wir waren zuerst essen, und abends hat ihr Mann mir etwas auf der Gitarre beigebracht und es war echt noch schön, trotz allen Umständen. Am nächsten Morgen hatte AFS natürlich nicht die Kopie von meinem Pass geschickt und nach tausenden Telefonaten und emails hat sich dann herausgestellt, dass sie anscheinend doch keine Kopie hätten. Typisch AFS Panama!! Stattdessen haben sie dann ein Formular geschickt mit den Namen und Passnummern aller Austauschschüler, das mich aber genauso wenig ausweisen konnte. Trotz allem sind wir dann erneut nach David gefahren, waren bestimmt in 5 verschiedenen Büros, immer konnte uns nicht geholfen werden oder wir wurden weitergeschickt. Letzendlich haben wir dann doch ein Formular bekommen, mit dem ich zurück nach Santiago reisen konnte, endlich! Die Betreuerin hat mich noch zum Essen eingeladen, mein Handy aufgeladen (Jaaaa, ich hab mir endlich ein Handy gekauft, 25 Dollar und es ist pink!!) und hat mich dann zum Bus gebracht. An der Polizeistelle wollten sie dann natürlich nur meinem Pass sehen, von niemandem sonst, aber ich habe alles erklärt und dann haben sie es zum Glück durchgehen lassen. Ich war so erleichert, als ich dann endlich angekommen bin! Richtig krass, wie schwer es ist, ohne Papiere zu sein. Nach Karneval muss ich dann nach Panama City, um mein Visum neu zu benatragen, was dann nochmal 50 Dolar kostet und ich muss eine neue Bankkarte geschickt bekommen, bis dahin muss ich noch gucken, wie ich es mach. Auf jeden Fall ist alles ein bißchen doof im Moment, aber das Wichtigste ist, dass sonst nichts passiert ist und dass ich gesund bin! :) Und alles hat eine Lösung, das weiß ich jetzt! Jetzt bin ich seit vorgestern wieder zu Hause, gestern hatte meine Mama in Deutschland und meine Mama in Panama Geburtstag und sind beide 40 geworden, was ein Zufall! :) Ich hab mit meiner Familie geskypt, war schön sie mal endlich wieder zu sehen und mit ihnen zu reden! Manchmal wäre ich einfach so gerne bei mir und ich freue mich schon so auf den Tag, an dem ich sie wiedersehen werde. Auch wenn die Zeit hier im Moment einfach viel zu schnell vergeht! Abends ist dann Familie gekommen, es wurde ein Geburtstagslied gesungen und es gab Kuchen. Ab Morgen ist Karneval und die verrückteste Zeit in Panama beginnt. Wir hatten deswegen extra ein Treffen mit AFS, auf dem wir darüber informiert wurden. Nach dem Karneval soll das 'normale Leben' dann wieder anfangen, ich bin mal gesapnnt!;-) Ich werde nach Las Tablas fahren, dort findet der größte Karneval Panamas und der drittgrößte in ganz Lateinamerika statt! Davon erzähl ich euch dann natürlich das nächste Mal! ich bin mal gespannt, was da auf mich zukommen wird und freue mich drauf, einen wirklich anderen Teil von Panama kennenzulernen!

Ich hoffe, ihr habt alle ebenfalls schöne Faschingstage, auch wenn sie mit ziemlicher Sicherheit nicht so spektakulär wie meine sein werden! :-)
Alles Liebe und ganz viele Küsse ans andere Ende der Welt ♥


Ich denke an euch!

eure Mara




Puerto Armuelles
unser Frühstück! ;-)
der perfekte Platz für eine Hängematte!
Zuckerwatte und YOLO-Freundschaftsarmband! was will man mehr?
am ersten Tag auf der Ferria in Bugaba
Mal was anderes als Reis! :)
Geburtstagsfeier von meiner Gastmama



Mittwoch, 6. Februar 2013

Guna Yala - San Blas Inseln

Das ist jetzt auf meiner Panama-Karte auch schon mal abgehakt ♥ Ich war auf den San-Blas Inseln in der Karibik, der schönste Ort, an dem ich je gewesen bin! Mitten im Paradies:-)
Der erste Ausblick auf unsere Insel! :-)
Letzten Donnerstag bin ich mit Johanna und Felix, die beide auch in Santiago wohnen, mit dem Bus nach Panama City gefahren, wir waren essen und ein bisschen shoppen und haben uns um 5 Uhr dann mit den anderen Austauschschülern mit AFS getroffen und sind dann alle zusammen in ein Hotel eine Stunde entfernt gefahren, um dort zu übernachten. Um 4 Uhr morgens ging es dann los, erst mit dem Auto ungefähr 3 Stunden und danach mit dem Boot auf die Inseln. Dann erstmal eine halbe Stunde auf dem Boot und klitschnass sind wir dann auch endlich auf der Insel, auf der sich unser 'Hotel' befand, angekommen. Der Blick war wunderschön, türkisfarbenes Wasser und ganz viele kleine Inseln um uns herum. Wir haben in kleinen Hütten aus Bambus über dem Meer geschlafen, und unter unseren Füßen hat man tatsächlich das Wasser gesehen und nachts hören können. Die Toilettenspülung ging direkt in das Meer, der Grund warum wir auf dieser Insel nicht baden gehen sollten. Nachdem wir angekommen sind, gab es erstmal Essen, wir haben uns ein bisschen gesonnt und sind danach mit dem Boot gleich weitergefahren auf die nächste Insel. Und dort waren wir dann tatsächlich im Paradies! türkisfarbenes Wasser und weißer
Panama Paradise!
Sandstrand, so wie man es nicht beschreiben kann. Wir haben den Nachmittag dort verbracht, haben uns gesonnt, waren im Meer und jeder war einfach nur überglücklich hier sein zu dürfen. Gegen Abend ging es dann, auch wenn das niemand wollte, wieder zurück auf unsere kleine Insel. Dort gab es dann Abendessen und danach hatten wir Freizeit, haben erzählt und uns in die Hängematten über dem Meer gelegt. Um 10 Uhr waren dann auch alle schon totmüde und wir sind schlafen gegangen, weil wir ja noch einen ganzen Tag voller weißem Sandstrand und türkisfarbenem Meer vor uns hatten. Am nächsten Morgen bin ich von dem Meeresrauschen aufgewacht, es gab Frühstück und schon ging es wieder los. Diesmal zu einem sogenannten 'piscina natural', also einem Naturschwimmbad, eine große Stelle mitten im Meer, an dem das Wasser nur knietief und noch helltürkisner war. Dort konnte man dann Meerestiere und vor allem Seesterne sehen, die wir dann auch in die Hand nehmen konnten, das war ziemlich cool. Danach sind wir weiter zu der nächsten kleinen Insel gefahren, die fast noch schöner war. Mit einer Schaukel an einer Palme über dem Meer, glasklarem Wasser, ganz vielen Muscheln und Molas, die man bei den Kunas, den Ureinwohner kaufen konnte. Das war das letzte Mal Strand auf San Blas, danach sind wir zurück auf die Insel, es gab Essen und danach sind wir auf die Nachbarinsel gefahren, auf der die Ureinwohner leben.
Kristin und Ich in den traditionellen Gewändern
Kuna Frauen verkaufen dort Molas und andere selbstgemachte Sachen, Kinder spielen auf der Straße, alles ist ganz einfach und doch haben alle ein Lächeln auf den Lippen. Eine ganz andere Welt, noch nie zuvor habe ich so etwas gesehen. Wir durften dann die traditionellen Gewände der Kuna-Frauen anziehen und danach haben uns die Ureinwohner ihre Tänze vorgeführt, die wir danach auch versuchen sollten zu tanzen, was dann aber nicht ganz so geklappt hat. ;-) Das ganze Dorf war versammelt und alle haben zugesehen und die ganzen Dorfkinder haben im Sand gespielt und als ich mit meiner Kamera gekommen bin, wollten alle Fotos machen. Es war so schön zu sehen, dass die Kinder dort mit so wenig was sie haben doch so glücklich sind. Das ist wirklich Panama, Abends sind wir wieder zurück auf unsere Insel gefahren und haben den Abend am Steg und auf den Hängematten verbracht, Musik gehört, gesungen, erzählt und einfach nur den Moment genossen. Das sind die Zeiten, an denen ich mich in ein paar Jahren zurückerinnern werde. Es war schön, nochmal viele von den anderen Austauschschülern zu sehen, sich mit ihnen austauschen zu können. Diesmal sind wir nicht ganz so früh schlafen gegangen und am nächsten Morgen ging es dann auch schon wieder zurück. Die Tage waren wirklich wunderschön und auch wenn mich das ganze 250 Dollar gekostet hat, hat es sich so gelohnt!! Wie schön, dass ich hier bin und wie schön, dass ich die Möglichkeit habe, das alles zu erleben! :) Danach waren wir dann noch in der Albrook Mall essen und ein bisschen shoppen und gegen Abend bin ich dann wieder nach Hause gefahren. Meine Gastschwester ist jetzt für 2 Wochen in Orlando und in der Karibik, ein Geschenk für ihren 15. Geburtstag, der hier ja so übertrieben groß gefeiert wird und kommt erst am 9. Februar wieder, Bald ist Karneval und da freue ich mich natürlich schon total drauf! Im Moment bin ich einfach nur froh, hier zu sein. Ich liebe Panama, ich liebe mein Leben hier, auch wenn nicht immer alles perfekt ist, langsam wird meine Zeit die ich hier noch habe immer weniger und ich muss jede Sekunde ausnutzen. Ich vermisse meine Lieben in der Heimat total, aber ich weiß, dass die Zeit so schnell vergeht und schneller als ihr alle denkt bin ich auch schon wieder da :) ich hoffe euch geht es allen gut!

Küsschen ans andere Ende der Welt aus dem sonnigen Panama,eure Mara ♥
Fotos: