Hallo Heimat,
Heute sind es schon genau 5 Monate, die ich hier in Panama bin. Schon in ein paar
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| und die Zeit vergeht wie im Flug.. |
Tagen habe ich die Hälfte meiner Zeit hinter mir und dabei fühlt es sich doch immer noch an, als wäre ich noch am Anfang. Auf der anderen Seite habe ich hier schon so viel erlebt und mein Leben hier ist mittlerweile einfach zur Normalität geworden. Die Zeit ist so schnell vergangen und ich kann kaum glauben, dass ich schon hier angekommen bin. Der Hochsommer ist gerade in vollem Gange, das Thermometer zeigt fast jeden Tag über 30 Grad an und es regnet kaum noch. Mein Spanisch wird immer besser und es tut so gut das von anderen immer wieder gehört zu bekommen. Ich verstehe mittlerweile so gut wie alles und kann mich auch immer verständigen, das hilft natürlich total! Im Moment habe ich noch Sommerferien bis zum 25. August, danach muss ich wieder in die Schule, die ich ja wechseln musste. Meine Gastschwester ist noch auf ihrer Reise und meine Gasteltern arbeiten im Moment noch sehr viel, das heisst es war ein bisschen langweilig bei mir zu Hause.
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| Panama-Flagge ♥ |
Am 27. Januar bin ich also heimgekommen von San Blas und bin deswegen drei Tage später schon wieder weggefahren, zu Kristin nach Puerto Armuelles. Diesmal haben wir uns wirklich daran gehalten, uns öfter zu sehen und das ist auch gut so! :) Wir waren in der Stadt, haben uns Puerto Armuelles angeguckt, waren am Hafen frühstücken, am Meer uns sonnen und schwimmen und ich war das erste Mal an der Frontera in Costa Rica. Nach 3 Tagen sind wir dann mit der kleinen Schwester von Kristin zu ihrer Tante nach Bugaba gefahren, um mal etwas anderes zu sehen. Dort waren wir dann mit der Familie an einem schönen Fluss, an dem ganz viele Kinder und Jugendlichen waren, die von manchmal über 10 Meter hohen Bäumen und Stämmen ins Wasser gesprungen sind. Natürlich musste ich das dann auch machen und bin letztendlich tatsächlich von einem bestimmt 8 Meter hohem Ort in den nicht all zu tiefen Fluss gesprungen und auch wenn ich mich wirklich überwinden musste, es hat sich gelohnt! :) Danach sind wir dann noch auf die Ferria gegangen, eine Art Rummel mit Fahrgeschäften, ganz vielen kleinen Läden und Sachen zum Essen und Trinken. Am nächsten Morgen bin ich mit Kristin mit dem Bus nach David gefahren, die drittgrößte Stadt Panamas, nur eine halbe Stunde von Bugaba entfernt, um dort den Tag zu verbringen.
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| Mittagessen in David! :-) |
Dort waren wir dann ein bißchen shoppen, haben uns die Stadt angesehen und waren Mittags in einer echten Pizzeria, was für Panama wirklich sehr selten ist und haben nein, keinen Reis, sondern tatsächlich Pasta gegessen, wo wir dann zufällig Iris und Marie, zwei andere Austauschschüler, getroffen haben!;-) Danach waren wir dann noch im Stadtpark und sind gegen Abend dann wieder zurück nach Bugaba gefahren, um dort nochmal auf die Ferria zu gehen, was wir besser gelassen hätten, aber hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer. Wir waren dann also dort, haben uns die zu verkaufenden Sachen angeschaut, erzählt und wollten uns dann etwas zu essen kaufen, als ich gemerkt habe, dass mein Geldbeutel mit meinem Geld, meiner Bankkarte und allen meinen Papieren nicht mehr in meiner Tasche ist. Ich bin sofort zurück gerannt an den Ort, an dem wir vorher waren und habe Leute gefragt ob sie etwas gesehen haben. Ein Mann meinte dann, er hätte eine andere Frau gesehen, als sie mit meinem roten Geldbeutel weggegangen ist, wusste vorher aber natürlich nicht, dass es nicht ihrer ist. Sofort bin mit Kristin sofort zur Polizeistelle gerannt, sie hat alles erzählt und Daten wurden aufgenommen. Ich war total aufgelöst, war ein richtig dummes Gefühl. Alles haben versucht, mich zu trösten und ein etwas älterer Mann hat mit mir geredet und gemeint, dass sei ihm auch schon passiert, alle seine Papiere waren weg und es gab viele Probleme. Aber er hat auch gesagt: Para todos los problemas hay una solucion. Für alle Probleme gibt es eine Lösung. Und aus jedem Problem lernt man dazu, soviel weiß ich jetzt auch schon, auch wenn ich darauf verzichtet hätte. Wir sind dann erstmal nach Hause gefahren, Kristin und ihre Mama haben mir geholfen, dass meine Bankkarte in Deutschland gesperrt wird und wir haben versucht, eine Lösung zu finden. Das größte Problem war, dass ich mein Visum und meine ganzen anderen Papiere nicht mehr hatte und somit nicht so einfach wieder nach Hause fahren konnte. An der Grenze von Chiriqui, also auf dem Weg von David nach Santiago, kontrolliert die Polizei immer die Ausweise und bei mir eben vor allem, weil ich nicht von hier bin. Zu Kristin nach Hause konnte ich auch nicht mehr, weil an der Frontera die Ausweise ebenfalls kontrolliert werden. Jetzt war ich also in Bugaba, ohne Papiere und konnte eigentlich nirgendswo mehr hin. Eigentlich hatte ich vor, am nächsten morgen zurück nach Hause zu fahren, aber da das jetzt ja schlecht ging, musste ich dann mit nach Volcan, auf das AFS-Camp von den Austauschschülern aus Chiriqui, um mit AFS zu reden, was ich jetzt machen kann. Nach vielen Gesprächen bin ich dann letztendlich gegen Abend, als das Camp zu Ende war, mit einer Betreuerin nach David gefahren, um dort auf das Immigrations-Office zu gehen. Die meinten dann, dass sie nichts machen könnten, ohne irgendetwas, das mich ausweist. Dumm nur, dass ich ja wirklich nichts mehr hatte, weil alles geklaut wurde. Nachdem wir AFS angeruft haben und die gemeint haben, sie könnten mir am nächsten Morgen eine Kopie von meinem Ausweis schicken, konnte ich dann zum Glück bei der Betreuerin in Boquete übernachten. Die war auch wirklich total lieb, wir waren zuerst essen, und abends hat ihr Mann mir etwas auf der Gitarre beigebracht und es war echt noch schön, trotz allen Umständen. Am nächsten Morgen hatte AFS natürlich nicht die Kopie von meinem Pass geschickt und nach tausenden Telefonaten und emails hat sich dann herausgestellt, dass sie anscheinend doch keine Kopie hätten. Typisch AFS Panama!! Stattdessen haben sie dann ein Formular geschickt mit den Namen und Passnummern aller Austauschschüler, das mich aber genauso wenig ausweisen konnte. Trotz allem sind wir dann erneut nach David gefahren, waren bestimmt in 5 verschiedenen Büros, immer konnte uns nicht geholfen werden oder wir wurden weitergeschickt. Letzendlich haben wir dann doch ein Formular bekommen, mit dem ich zurück nach Santiago reisen konnte, endlich! Die Betreuerin hat mich noch zum Essen eingeladen, mein Handy aufgeladen (Jaaaa, ich hab mir endlich ein Handy gekauft, 25 Dollar und es ist pink!!) und hat mich dann zum Bus gebracht. An der Polizeistelle wollten sie dann natürlich nur meinem Pass sehen, von niemandem sonst, aber ich habe alles erklärt und dann haben sie es zum Glück durchgehen lassen. Ich war so erleichert, als ich dann endlich angekommen bin! Richtig krass, wie schwer es ist, ohne Papiere zu sein. Nach Karneval muss ich dann nach Panama City, um mein Visum neu zu benatragen, was dann nochmal 50 Dolar kostet und ich muss eine neue Bankkarte geschickt bekommen, bis dahin muss ich noch gucken, wie ich es mach. Auf jeden Fall ist alles ein bißchen doof im Moment, aber das Wichtigste ist, dass sonst nichts passiert ist und dass ich gesund bin! :) Und alles hat eine Lösung, das weiß ich jetzt! Jetzt bin ich seit vorgestern wieder zu Hause, gestern hatte meine Mama in Deutschland und meine Mama in Panama Geburtstag und sind beide 40 geworden, was ein Zufall! :) Ich hab mit meiner Familie geskypt, war schön sie mal endlich wieder zu sehen und mit ihnen zu reden! Manchmal wäre ich einfach so gerne bei mir und ich freue mich schon so auf den Tag, an dem ich sie wiedersehen werde. Auch wenn die Zeit hier im Moment einfach viel zu schnell vergeht! Abends ist dann Familie gekommen, es wurde ein Geburtstagslied gesungen und es gab Kuchen. Ab Morgen ist Karneval und die verrückteste Zeit in Panama beginnt. Wir hatten deswegen extra ein Treffen mit AFS, auf dem wir darüber informiert wurden. Nach dem Karneval soll das 'normale Leben' dann wieder anfangen, ich bin mal gesapnnt!;-) Ich werde nach Las Tablas fahren, dort findet der größte Karneval Panamas und der drittgrößte in ganz Lateinamerika statt! Davon erzähl ich euch dann natürlich das nächste Mal! ich bin mal gespannt, was da auf mich zukommen wird und freue mich drauf, einen wirklich anderen Teil von Panama kennenzulernen!
Ich hoffe, ihr habt alle ebenfalls schöne Faschingstage, auch wenn sie mit ziemlicher Sicherheit nicht so spektakulär wie meine sein werden! :-)
Alles Liebe und ganz viele Küsse ans andere Ende der Welt ♥
Ich denke an euch!
eure Mara
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| Puerto Armuelles |
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| unser Frühstück! ;-) |
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| der perfekte Platz für eine Hängematte! |
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| Zuckerwatte und YOLO-Freundschaftsarmband! was will man mehr? |
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| am ersten Tag auf der Ferria in Bugaba |
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| Mal was anderes als Reis! :) |
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| Geburtstagsfeier von meiner Gastmama |
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