Hallo meine Lieben,
Und schon wieder sind ganze zwei Wochen vergangen, ich bin hier bei über 30 Grad, strahlend blauem Himmel und Sonnenschein immer noch mitten in den Sommerferien, die ich natürlich versuche so gut wie möglich auszunutzen und ich genieße einfach, dass ich hier sein darf. Mir geht es super, ich kann reisen, komm ein bisschen in Panama rum und kann mir das Land ansehen, denn dafür bin ich ja auch da! Am 13. Januar bin ich mit Tobias und Jonte, zwei anderen Austauschschülern, die in Penenome wohnen, 7 Stunden nach Volcan gefahren, weil wir dort am nächsten Tag den 3474 Meter hohen Volcan, den höchsten Punkt Panamas, besteigen wollten. Als wir dann mit unseren vollgepackten Rucksäcken in Volcan angekommen sind, war mir trotz langer Hose das erste Mal in Panama ein wenig kalt, weil es in Volcan eindeutig kühler ist, liegt in den Bergen. Eine ganz andere Seite Panamas also, aber genauso schön, mit tollen Landschaften, vielen Flüssen und kleinen Cafes. Natürlich gab es dann erstmal wieder Probleme mit AFS, aber letztendlich bekamen wir dann doch alle die Erlaubnis. Wir haben dann dort zusammen mit noch mindestens 10 anderen Austauschschülern bei Christian, der dort in Volcan wohnt, geschlafen, haben uns auf die Sofas, Betten und auf den Boden gequetscht und am nächsten Morgen um 4 Uhr ging es dann nach 3 Stunden Schlaf los, erst hinten auf dem Pickup mitten in der Nacht bei tollem Sternenhimmel mit 15 Personen zu dem Eingang vom Naturschutzgebiet Volcan Baru und von dort an hieß es dann mit schweren Rucksäcken voller Wasserflaschen und Proviant zu Fuß weiter gehen. Die erste Zeit kamen wir auch recht gut voran, es ging mitten durch den Urwald, steile Pfade, neben denen es einige hundert Meter hinab ging, mit Felsvorsprüngen und riesig großen Wurzeln, an denen wir mit Händen und Füßen hochklettern mussten, und nach einer halben Stunde mussten wir auch schon die erste Rast machen. Die Natur war wirklich atemberaubend und als wir dann auch endlich den Höhepunkt des ersten Berges erreicht hatten, war die Aussicht schon so wunderschön.|
|
| die Aussicht von oben |
Gegen 9 Uhr machten wir uns auf den Weg und es ging all das, was wir am Vortag so hart hochgestiegen sind, auch wieder runter. Diesmal war es natürlich nicht ganz so anstrengend, es ging bergab und alles war viel leichter, aber ich hatte Muskelkater am ganzen Körper und meine Füßen haben schrecklich weh getan. Nach 5 Stunden und wenigen Pausen kamen wir dann endlich unten an, dort, wo wir einen Tag zuvor gestanden haben und noch nicht wussten, was alles auf uns zukommen wird. Wir sind totmüde ins Gras gefallen, haben uns hinter einen Stein gelegt und konnten alle so stolz auf uns sein, es geschafft zu haben und das war ich auch! Noch nie zuvor habe ich etwas so anstrengendes in meinem Leben gemacht und noch nie zuvor habe ich etwas so wunderschönes und atemberaubendes gesehen, und dafür hat sich alles gelohnt!
| ganz dort oben waren wir! |
![]() |
Letzten Mittwoch bin ich dann mit dem Bus nach Chitre gefahren, um das Paket, das mir meine Familie aus Deutschland geschickt hat, abzuholen und ich hab mich riesig gefreut! Creme, deutsche Schokolade, ein Buch zum Spanischlernen, Weihnachtsdeckchen und einen Brief von meiner Oma, Gitarrennoten, ein Bild, das meine Schwester gemalt hat und einen zuckersüßen Brief von ihr, bei dem ich wirklich weinen musste, als ich ihn gelesen habe. Ein kleines Stückchen Heimat, hier am anderen Ende der Welt und ich vermisse meine Süßen zu Hause wirklich. Wirklich süß! Das ist tatsächlich eines der wichtigsten Dinge, die ich hier gelernt habe: wie sehr ich meine Familie und die Menschen, die mir wichtig sind, brauche und wie froh ich sein kann sie zu haben und ich bin mir sicher, dass alles anders sein wird, wenn ich wieder da bin, einfach weil meine Ansicht von allem sich total geändert hat. Und ich bin so froh, eine Familie und Freunde in Deutschland zu haben, die mich lieben und ich freue mich so, bald alle wieder in den Arm schließen zu können! Am nächsten Tag ging es dann ab nach San Blas, aber das kommt dann im nächsten Post, zu viel um noch alles aufzuschreiben.
Ich hoffe euch geht es allen gut und ihr seit wegen dem Wetter und der Kälte nicht allzu deprimiert! Das Problem hab ich zum Glück nicht, und trotzdem fehlt mir Schlittenfahren, Schneemann bauen und Schneeballschlacht mit meiner süßen kleinen Schwester so sehr! Nächstes Jahr dann wieder, ich freu mich jetzt schon drauf!♥
Bis dahin, alles Liebe aus dem sonnigen Panama!
eure Mara ♥
noch ein paar Fotos mehr:

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen